Tweetup-Blogging Teil 4: Der Beethoven-Symphonien-Zyklus beim Beethovenfest Bonn

Das City of Birmingham Symphony Orchestra mit seinem Dirigenten Andris Nelsons Foto: Neil Pugh

Beim diesjährigen Beethovenfest Bonn werden an vier aufeinanderfolgenden Abenden alle neun Symphonien von Beethoven gespielt. Die Besonderheit: das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Andris Nelsons lässt die Symphonien in ihrer zeitlich entstandenen Reihenfolge erklingen.

Die Aufführung aller neun Symphonien mit einem exzellenten Orchester fand beim Beethovenfest das letzte Mal vor zwei Jahren statt, damals aber mit einem anderen Konzept. Der Finne Esa-Pekka Salonen präsentierte die Symphonien dem Bonner Publikum mit dem London Philharmonia Orchestra an fünf Abenden nicht chronologisch, sondern im Dialog mit einer Neukomposition von Musikern aus aller Welt.

2014 wird das City of Birmingham Symphony Orchestra mit seinem Dirigenten Andris Nelsons vom 7. bis 10. September die neun Symphonien aufführen. Nelsons hat sich bewusst für die ausschließliche Aufführung ohne weitere Werke und in chronologischer Reihenfolge entschieden: »Ich verstehe die Chronologie als eine Art Reise. Wir bleiben Beethoven auf den Fersen, durch die Höhen und Tiefen seines Lebens hindurch. Und wir stellen uns den Höhen und Tiefen unseres eigenen Lebens.«

Manche Musikfreunde und Liebhaber klassischer Musik mögen sich jetzt vielleicht dennoch fragen: Was ist so Besonders daran?

Nelsons chronologische und fokussierte Präsentation der Symphonien gibt dem Zuhörer die Möglichkeit, die Genese der Werke zu verstehen und Entwicklungen auszumachen.

Musik von Beethoven ist klassisch und zeitlos, somit stets aktuell. Getreu dem diesjährigen Festival-Motto »Götterfunken« sollen »alle Funken aus Beethovens Genie schlagen«, wie es Tilman Schlömp, Leiter des Künstlerischen Betriebs vom Beethovenfest, festhält. »Nelson verfolgt einen Ansatz, den wir bewusst als Kontrapunkt zu dem letzten Symphonien-Zyklus anbieten möchten. Es ist ein fast wagnerianischer Ansatz, also eher romantisch und weniger historisierend«.

Das Publikum hat während des Festivals die Gelegenheit, viele Werke Beethovens im Zusammenhang zu hören, denn nicht nur die Symphonien werden komplett aufgeführt, sondern auch die Violinsonaten, Streichquartette und Klavierkonzerte.

Tweetup #befespark – Teilnehmer gesucht!

tweetup

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Beethovenfest Bonn (@Beethovenfest) zusammen mit der Sparkasse KölnBonn (@Sparkasse_KBN) ein Tweetup zum Eröffnungswochenende des Beethovenfestes. Das Social Media Event findet am 7. September während des Public Viewing auf dem Bonner Marktplatz statt. Übertragen werden die Beethoven-Symphonien mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem lettischen Erfolgsdirigenten Andris Nelsons.

Es werden noch engagierte Twitter-User gesucht, die beim Tweetup im VIP-Bereich des Public Viewing teilnehmen möchten. Bei kostenlosem Catering können die Twitterer ab 18.30 Uhr das Konzert live über einen Bildschirm verfolgen und gleichzeitig von ihren Eindrücken vor Ort berichten. Außerdem erhalten sie 1 x 2 Freikarten für ein weiteres Konzert des Beethovenfestes Bonn.

Auch alle anderen Twitter-Nutzer, die die Berichterstattung im Web verfolgen, sind herzlich eingeladen, unter dem Hashtag #befespark die Beiträge zu kommentieren oder Fragen stellen.

Anmeldung unter marketing@beethovenfest.de oder direkt auf Twitter per Nachricht an @beethovenfest. Mehr Informationen: http://bit.ly/ULzFb6

#asktheorchestra: Was macht Ihr, wenn während des Konzerts eine Saite reißt?

Nach dem Tweetup zum Eröffnungskonzert hat am letzten Festivalwochenende unser zweites Twitter-Event stattgefunden: Unter dem Hashtag #asktheorchestra konnten am 6. Oktober 2012 einigen Orchestern, die beim Beethovenfest Bonn 2012 zu Gast waren, Fragen gestellt werden.
Schon im letzten Jahr hat der Dialog zwischen Orchestervertretern und interessierten Twitterern so gut geklappt, dass wir das Event in diesem Jahr wiederholen wollten. Dafür haben sich in diesem Jahr gleich fünf Orchester bereit erklärt:

  • City of Birmingham Symphony Orchestra @TheCBSO (Stephen Maddock, Chief Executive)
  • Deutsche Symphonie-Orchester Berlin @DSOBerlin (Andreas Lichtschlag, Violoncello)
  • Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: @Oboenkoenig (Ulrich König, Oboe)
  • Bayerisches Staatsorchester @bay_staatsoper (Immanuel Drißner, Violine und Vera Becker, Flöte)
  • Philharmonia Orchestra @Beethovenfest (Sam Bustin @SamBustin und Gijs Kramers, beide Viola. Die beiden betreuen auch den Blog des Philharmonia Orchestra)

Damit sich nicht nur die Fragen von letztem Jahr wiederholen, versuchten wir, der Fragestunde einen groben Rahmen zu setzen und wählten dafür das diesjährige Motto des Beethovenfestes Bonn: „Eigensinn“. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Twitterer eher der Ansicht von @sinnunverstand waren:

»sinnundverstand: Ich mag es, mal fragen zu dürfen, was ich mich heimlich schon immer mal fragte. Gerade die „banalen“ Fragen … #asktheorchestra«

Gerade diese Fragen waren dann auch sehr spannend und reichten von persönlichen Fragen bis hin zur Programmplanung. Da wollte @schwan wissen, warum immer nur die erste Geige per Handschlag begrüßt wird. @martinzimny fragte, wie sich die Musiker die Zeit vor dem Auftritt vertreiben, wenn sie mal nicht twittern. @rossignol regte eine interessante Unterhaltung dazu an, was das Orchester eigentlich tut, wenn der Dirigent mal danebenliegt. @KuWiWege warf die Frage auf, was die Streicher machen, wenn im Konzert eine Saite reißt, und @AzuriteEnigma wollte herausfinden, ob die Musiker sich auch mal selbst das Konzertprogramm aussuchen dürfen. Bisweilen traten auch die Orchester untereinander in Dialog und ergänzten gegenseitig ihre Antworten. Mit Sam Bustin und Gijs Kramers, die wir in der Beethovenhalle vor ihrem Konzert mit dem Philharmonia Orchestra im Rahmen des Beethovenfestes Bonn trafen, unterhielten wir uns vor Ort über die Fragen und twitterten ihre Antworten z.T. über den Beethovenfest-Account. Vor dem Konzert und in der Pause konnten die Konzertbesucher den Hashtag auf einer Twitterwall im Foyer verfolgen. Außerdem gaben wir auf unserem Account zumindest einen Teil der Fragen und Antworten sortiert wieder.

Twitterwall

Insgesamt beteiligten sich 79 Accounts an unserer Fragerunde, davon natürlich fünf Accounts von den Orchestern und der Beethovenfest-Account, sowie fünf Accounts der anwesenden Organisatoren, so dass man auf eine Gesamtbeteiligung von insgesamt 68 Accounts kommt. Aktiv Fragen gestellt wurden von rund  25 Accounts, während die anderen offenbar aktiv mitlasen  und Tweets retweetet haben. Potentiell wurden damit 67.430 Accounts erreicht und #asktheorchestra zum Trending Topic.

Dem aufmerksamen (Nach-)Leser ist auch nicht entgangen, dass bald schon das nächste Twitter-Event beim Bayerischen Staatsorchester anstehen könnte, wenn man sich diese Tweets so anschaut:

»UlrikeSchmid: @DSOBerlin @bay_staatsoper könntet ihr euch vorstellen bei einer Probe mal Twitterer dabei zu haben? #asktheorchestra
bay_staatsoper: @UlrikeSchmid @DSOBerlin #asktheorchestra ja klar, warum nicht.
kulturkonsorten: RT @cogries @bay_staatsoper ok, das haben die @kulturkonsorten mitgelesen, – wir kommen 🙂 #kukon #asktheorchestra«

Es bleibt also weiterhin spannend, wie Twitter oder allgemein Social Media von Institutionen für klassische Musik genutzt werden kann. Zu diesem Thema veröffentlichen wir bald ein Twinterview mit Marc van Bree (@mcmvanbree)… Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben!

Wir schließen mit unserer Lieblingsfrage von einem der beteiligten Orchester und der Antwort vom Philharmonia Orchestra:

»DSOBerlin: Would Beethoven twitter today? In his lifetime he was fascinated by new ideas of piano building. #asktheorchestra
Philharmonia Orchestra: Beethoven würde sicherlich twittern – er war immer daran interessiert Grenzen auszutesten.«

Weitere Informationen zu #asktheorchestra:

  • Einige Fragen und Antworten haben wir auf unserem Pressdoc eingefügt. Hier nachlesen.
  • Ulrike Schmid (u.a. Mitveranstalter der Kultups) hat einen Blogbeitrag zu #asktheorchestra verfasst.
  • Tweetreach-Report

#asktheorchestra: Orchestervorstellung #5

Heute ist es endlich so weit! Das Twitter-Event #asktheorchestra findet statt: Von 18.30-20.30 Uhr können den Vertretern von fünf bekannten Orchestern Fragen gestellt werden!

Natürlich ist auch das Philharmonia Orchestra mit dabei, das unter Esa-Pekka Salonen gerade den Beethoven-Symphonien-Zyklus beim Beethovenfest Bonn präsentiert. Für heute Abend gibt es übrigens noch Karten, während das Abschlusskonzert morgen Abend schon ausverkauft ist.

In der Saison 2011/12 gibt das Orchester über 160 Konzerte. Hinzu kommen Kammerkonzerte mit Solisten des Orchesters sowie Einspielungen für Filme, CDs und Computerspiele. Gemeinsam mit den gefragtesten Solisten der Welt und vor allem mit seinem Chefdirigenten und künstlerischen Berater Esa-Pekka Salonen steht das Philharmonia Orchestra im Zentrum des britischen Musiklebens.

#asktheorchestra: Orchestervorstellung #4

Heute stellen wir das vierte Orchester vor, das bei unserem Twitter-Event #asktheorchestra am 6. Oktober dabei ist:

Die_deutsche_kammerphilharmoniebremen_c_julia_baier2012

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen @Oboenkoenig

–    Biography of the orchestra in English.

Seit 2008 ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Residenzorchester des Beethovenfestes Bonn und jährlich in Bonn zu Gast. Im Jahr 2004 übernahm der estnische Dirigent Paavo Järvi die künstlerische Leitung des Orchesters. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit war das weltweit erfolgreiche Beethoven-Projekt: 2009 war der komplette Zyklus aller neun Sinfonien Beethovens mit Paavo Järvi in Paris, bei den Salzburger Festspielen und beim Beethovenfest Bonn zu erleben. Im September 2010 ging die mehrfach ausgezeichnete TV-Dokumentation der Deutschen Welle über das Beethoven-Projekt auf Sendung und im Oktober folgten alle neun in Bonn aufgezeichneten Beethoven-Sinfonien auf DVD. Die DVD-Box verlosen wir in dieser Woche hier.

Beim Beethovenfest Bonn 2012 spielte die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Herbert Blomstedt Beethovens „Missa solemnis“.  Unter Paavo Järvi präsentierte sie in einem zweiten Konzert gemeinsam mit dem Hilliard Ensemble ein spannendes Konzertprogramm.

Für #asktheorchestra am 6. Oktober, 18.30-20.30 Uhr, beantwortet Orchestermusiker Ulrich König (Oboe) unter @Oboenkoenig Eure Fragen!

 

#asktheorchestra: Orchestervorstellung #3

Heute stellen wir das dritte Orchester vor, das bei unserem Twitter-Event #asktheorchestra am 6. Oktober dabei ist:

Bayerischesstaatsorchester_mitnagano_c_2010

Bayerisches Staatsorchester @bay_staatsoper

  • Biography of the orchestra in English.

Das Bayerische Staatsorchester gab unter Kent Nagano in diesem Jahr gleich zwei Konzerte beim Beethovenfest Bonn – einmal mit dem Solisten Kit Armstrong (Beethovens Klavierkonzert Nr. 1) und das andere Mal mit einem rein symphonischen Programm (Schuberts Siebte und Bruckners Neunte).

Es ist aus einem der ältesten Orchester Deutschlands hervorgegangen und steht in einer langen (Opern-)Tradition. Übrigens ist das Bayerische Staatsorchester das einzige Orchester Münchens, das in Oper und Konzert Dienst tut. Unter seinen Gastdirigenten fehlt kein berühmter Name der internationalen Elite.

Für #asktheorchestra am 6. Oktober, 18.30-20.30 Uhr, beantwortet Orchestermusiker Immanuel Drißner (Violine) unter @bay_staatsoper Eure Fragen!

#asktheorchestra: Orchestervorstellung #2

Heute stellen wir das zweite Orchester vor, das bei unserem Twitter-Event #asktheorchestra am 6. Oktober dabei ist:

Deutsches_symphonie_orchesterberlin_c_thomas_meyer2012

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin @DSOBerlin

  • Biography of the orchestra in English

Beim Beethovenfest Bonn 2012 begeisterte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) unter Tugan Sokhiev mit einem abwechlungsreichen Programm: Rachmaninows 3. Symphonie wurde mit Amerikanischen Songs von Gershwin und Bernstein kombiniert (Mezzosopran: Sasha Cooke).
Im letzten Jahr feierte das DSO sein 65-jähriges Bestehen. Die Symphoniekonzerte des DSO in der Berliner Philharmonie werden von Deutschlandradio und dem rbb aufgezeichnet und in Deutschland, europaweit und darüber hinaus gesendet. Im Jahr 2009 eröffnete das DSO unter Ingo Metzmacher das Beethovenfest Bonn. Seit der Saison 2012/2013 ist Tugan Sokhiev der Chefdirigent des Orchesters. Auf dem Youtube-Chanel dsoberlin veröffentlicht das Orchester in der Reihe „Tugan Sokhiev’s Diary“ regelmäßig Beiträge mit dem neuen Chefdirigenten.

Für #asktheorchestra am 6. Oktober, 18.30-20.30 Uhr, beantwortet Orchestermusiker Andreas Lichtschlag (Violoncello) unter @DSOBerlin Eure Fragen!