#asktheorchestra: Orchestervorstellung #3

Heute stellen wir das dritte Orchester vor, das bei unserem Twitter-Event #asktheorchestra am 6. Oktober dabei ist:

Bayerischesstaatsorchester_mitnagano_c_2010

Bayerisches Staatsorchester @bay_staatsoper

  • Biography of the orchestra in English.

Das Bayerische Staatsorchester gab unter Kent Nagano in diesem Jahr gleich zwei Konzerte beim Beethovenfest Bonn – einmal mit dem Solisten Kit Armstrong (Beethovens Klavierkonzert Nr. 1) und das andere Mal mit einem rein symphonischen Programm (Schuberts Siebte und Bruckners Neunte).

Es ist aus einem der ältesten Orchester Deutschlands hervorgegangen und steht in einer langen (Opern-)Tradition. Übrigens ist das Bayerische Staatsorchester das einzige Orchester Münchens, das in Oper und Konzert Dienst tut. Unter seinen Gastdirigenten fehlt kein berühmter Name der internationalen Elite.

Für #asktheorchestra am 6. Oktober, 18.30-20.30 Uhr, beantwortet Orchestermusiker Immanuel Drißner (Violine) unter @bay_staatsoper Eure Fragen!

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Beethoven-Blog-Lexikon

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G wie G-Dur-Konzert

Das Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Konzert, das schon Robert Schumann als „Beethovens vielleicht größtes Klavierkonzert“ bezeichnete. Am besten ist es wohl, gleich einmal in den ersten Satz – Allegro moderato – hereinzuhören.

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Es ist das Klavier, das hier in leisen, sanften G-Dur Akkorden beginnt, nicht das Orchester. Fünf Takte spielt das Solo-Instrument allein – denn wieder einmal hält sich Beethoven nicht an die geläufigen Schemata, sondern überrascht seine Zuhörer mit einer neuen Idee. Erst im 6. Takt setzt das Orchester ein – und erhält auf diese Weise – wie der Pianist Emanuel Ax feststellt – in einer merkwürdigen Umkehrung selbst den Charakter eines Solo-Instruments. Emanuel Ax, der beim Beethovenfest 2012 Beethovens 3. Klavierkonzert mit dem London Symphony Orchestra spielen wird, beschreibt, was er an Beethoven schätzt, wie folgt: “What’s remarkable about Beethoven is the ability to handle time… everything feels just right.” (>Hier seine Bemerkungen zu Beethovens 4. Klavierkonzert)

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Bereits in seinem dritten Klavierkonzert legte Beethoven die Entwicklung hin zum symphonischen Klavierkonzert an, die im vierten fortgesetzt wird. Das G-Dur-Klavierkonzert entsteht zudem zur selben Zeit wie seine 5. und 6. Symphonie – im Jahre 1805 – und wird dann auch gemeinsam mit den beiden Symphonien am 22.12.1808 am Theater an der Wien uraufgeführt. Der Solist: Beethoven selbst.

Der zweite Satz – das Andante con moto – soll durch die Orpheus-Sage angeregt sein. Die Liebe kämpft gegen die Unterwelt, das düstere Orchesterthema gegen das innige Klavierthema, das schließlich die Oberhand gewinnt. Der dritte Satz – Rondo vivace – schließlich lässt das Konzert heiter und tänzerisch ausklingen.

Gewidmet ist das Werk Beethovens Schüler und Gönner Erzherzog Rudolph (siehe Bild). Es ist das erste ihm gewidmete Werk, dem viele weitere folgen sollten.

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Quelle: BR-Klassik und Beethoven-Haus Bonn.

Beim Beethovenfest 2012:

Beethovens 1. Klavierkonzert am 16.9. mit Kit Armstrong.

Beethovens 3. Klavierkonzert am 8.9. mit Emanuel Ax.

Eigensinn. Über das Wahre in der Kunst

Unter diesem Motto steht das Beethovenfest Bonn 2012 (7.9.-7.10.)
Seit heute sind Motto und Programm des Beethovenfestes 2012 öffentlich! Die neue Website lädt zum Stöbern ein: www.beethovenfest.de

 

Hintergrund des diesjährigen Mottos ist ein Beethoven-Zitat, das auch in die Gestaltung des aktuellen Plakats Eingang gefunden hat:

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„Wahre Kunst ist eigensinnig, läßt sich nicht in schmeichelnde Formen zwängen.“, notierte Beethoven 1820 in ein Konversationsheft. Unter dem Motto „Eigensinn“ stehen beim Beethovenfest 2012 Musiker im Fokus, die wie Beethoven mit ihren Ideen der Zeit voraus sind und unbeirrt ihren Weg gehen. Mit diesen Grenzgängern, von denen viele dem Festival seit Jahren eng verbunden sind, hat das Beethovenfest Bonn exklusive Programme zusammengestellt. In diesem Jahr sind u.a. Martin Grubinger, Patricia Kopatchinskaja, Lisa Batiashvili, András Schiff, Daniel Hope, das Borodin Quartet, Kit Armstrong und Esa-Pekka Salonen mit dabei.

 

András Schiff beginnt einen zweijährigen Beethoven-Klaviersonaten-Zyklus beim Beethovenfest Bonn 2012, der Beethoven-Streichquartett-Zyklus des Borodin Quartets erstreckt sich über die Festivals 2012 bis 2014. Esa-Pekka Salonen gibt sein Beethovenfest-Debüt mit einem exklusiven Beethoven-Symphonien-Zyklus gemeinsam mit dem Philharmonia Orchestra als eins der drei „Orchestra in Residence“. Weitere Spitzenorchester kehren nach Bonn zurück und es gastieren international renommierte Solisten wie Viviane Hagner, Mojca Erdmann, Susan Graham, Emanuel Ax, Kit Armstrong, Jan Lisiecki und David Orlowsky. Mit dem Kuss Quartett, dem Artemis Quartett, den King’s Singers, dem Hilliard Ensemble, Spark – the Classical Band, Igudesman & Joo und Ursus & Nadeschkin sowie Samy Deluxe & Tsunami Band kommen Ensembles zum Beethovenfest Bonn, die ihre Programme eigensinnig gestalten.

Zu John Cages 100. Geburtstag hat das Beethovenfest exklusiv die Cage-Nacht „In the Bird Cage“ konzipiert, in der u.a. Pierre-Laurent Aimard mit Tamara Stefanovich sowie Yaara Tal und Andreas Groethuysen sowie das Ensemble Spinario mit Darstellern des Freyer Ensembles auftreten und Bonner Schüler Cages „Musicircus“ aufführen.

 

Zwei Jugendorchester kommen erstmals zum Beethovenfest Bonn: Beim Orchestercampus von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn gastiert das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra und das Youth Orchestra of Caracas gibt sein Deutschland-Debüt beim Beethovenfest Bonn. Es ist bereits das dritte Orchester aus dem venezolanischen „El Sistema“, das in Bonn auftritt.

 

Die Kartenbuchung ist ab dem 28. März über das Internet möglich.