Beethovenfest Bonn trifft… Nicholas Bootiman

Nicholas Bootiman spielt Viola im Philharmonia Orchestra und berichtet in diesem Video über die Arbeit mit Dirigent Esa-Pekka Salonen am Beethoven-Symphonien-Zyklus:

Beethovenfest Bonn trifft… Nicholas Bootiman (Philharmonia Orchestra) from Beethovenfest Bonn on Vimeo.

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#asktheorchestra: Orchestervorstellung #5

Heute ist es endlich so weit! Das Twitter-Event #asktheorchestra findet statt: Von 18.30-20.30 Uhr können den Vertretern von fünf bekannten Orchestern Fragen gestellt werden!

Natürlich ist auch das Philharmonia Orchestra mit dabei, das unter Esa-Pekka Salonen gerade den Beethoven-Symphonien-Zyklus beim Beethovenfest Bonn präsentiert. Für heute Abend gibt es übrigens noch Karten, während das Abschlusskonzert morgen Abend schon ausverkauft ist.

In der Saison 2011/12 gibt das Orchester über 160 Konzerte. Hinzu kommen Kammerkonzerte mit Solisten des Orchesters sowie Einspielungen für Filme, CDs und Computerspiele. Gemeinsam mit den gefragtesten Solisten der Welt und vor allem mit seinem Chefdirigenten und künstlerischen Berater Esa-Pekka Salonen steht das Philharmonia Orchestra im Zentrum des britischen Musiklebens.

Mittwoch ist Verlosungstag!

Der vorletzte Mittwoch im Festival: da gibt es natürlich wieder etwas Schönes zu gewinnen! Die Farbe des Beethovenfestes Bonn ist ein fröhlich leuchtendes Orange – und genau diese Farbe hat auch die robuste Schultertasche aus LKW-Plane, die mit dem Aufdruck „Freude“ überall gute Laune verbreitet, und einen Regentag wie heute gleich viel bunter macht.

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Grund zur Freude gibt es genug: Noch bis zum 7. Oktober sorgt das Beethovenfest Bonn für musikalische Höhepunkte… in dieser Woche u.a. mit Klaviersonaten – und Streichquartett-Zyklus und ab dem 3. Oktober dann mit dem Symphonien-Zyklus, wo das Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen alle neun Beethoven Symphonien präsentiert. Freude!

Die Gewinnfrage: Welcher Pianist spielt den Beethoven-Klaviersonaten-Zyklus beim Beethovenfest Bonn 2012-2013?

Unter allen richtigen Antworten an marketing@beethovenfest.de bis Dienstag, 2.Oktober, verlosen wir eine Beethovenfest-Schultertasche. Viel Glück!

Mittwoch ist Verlosungstag!

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Z wie Zwei

Beethoven-Blog-Lexikon

Zwei Violinromanzen hat Beethoven komponiert. Zwei Brüder hatte er, die das Säuglingsalter überlebten. Im zweiten Anlauf klappte es mit dem Wien-Studium und er blieb den Rest seines Lebens über dort. Sicherlich ließen sich noch weitere wichtige Zweien in Beethovens Leben und Werk finden – dieser Eintrag im Beethoven-Blog-Lexikon soll jedoch Beethovens 2. Symphonie gewidmet sein.

„Sie ist ein merkwürdiges, kolossales Werk, von einer Tiefe, Kraft und Kunstgelehrsamkeit, wie sehr wenige.“, schrieb die Allgemeine Musikalische Zeitung 1804 über Beethovens Zweite. Mit ersten, leider nicht erhaltenen Skizzen dazu begann Beethoven im Herbst 1800, ließ die Arbeit dann zugunsten „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43 eine Weile ruhen und beendete die Symphonie spätestens im April 1802. Uraufgeführt wurde sie in einem Konzert mit der ersten Symphonie am 5. April 1803 – Beethoven dirigierte selbst.

Mit der zweiten Symphonie emanzipierte sich Beethoven von seinem Lehrmeister Haydn. Der Dirigent Paavo Järvi, der beim Beethovenfest Bonn 2009 mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen einen Symphonien-Zyklus präsentierte, hob hervor, mit der zweiten Symphonie habe sich »alles von Haydn und Mozart weg entwickelt (…) in eine neue Richtung, die eigenwilliger ist, engagierter und weniger traditionell«. Verwundert stellte das damalige Publikum eine Heiterkeit fest, die man bis dahin gar nicht mit Beethovens Musik verbunden hatte und die später oft mit der Symphonie Nr. 8 in Zusammenhang gesehen wurde. (Hörbeispiele hier) Damit sich die Symphonie auch in den Salons der bürgerlichen und adligen Kreise verbreiten würde, gab Beethoven nur ein Jahr nach der 1804 gedruckten Orchesterfassung eine Fassung für Klaviertrio heraus.

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Philharmonia Orchestra © Richard Haughton

 

Beim Beethovenfest Bonn 2012 wird die zweite Symphonie im Rahmen des Beethoven-Symphonien-Zyklus vom Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen am 4.10. gemeinsam mit der dritten Symphonie aufgeführt. (Karten hier)

P wie Pastorale

Beethoven-Blog-Lexikon

Es beginnt mit dem Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande, dann folgt eine Szene am Bach. Ein lustiges Zusammensein der Landleute wird von Gewitter und Sturm abgelöst. Zu guter Letzt äußern Hirtengesänge frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm.

Recht malerisch klingt es, was Beethoven da in seiner 6. Symphonie, überschrieben mit „Pastoral-Sinfonie oder Erinnerungen an das Landleben“, musikalisch umsetzen will. Zwar geht es ihm bei der Pastorale ausdrücklich nicht um die tonale Darstellung der Natur selbst, sondern vielmehr ihrer Wirkung auf den Menschen, doch kann der Zuhörer recht eindeutig Vogelrufe, die Schritte des Wanderers, das Plätschern eines Baches und Donnergrollen erkennen (Hörbeispiele >hier).

Entstanden ist die 6. Symphonie zeitgleich mit der 5. Symphonie Anfang des 19. Jahrhunderts und beide wurden gemeinsam am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien uraufgeführt. Spätestens nach der Aufführung der Pastorale wurde Beethovens Liebe zur Natur romantisch verklärt. Viele Porträts zeigen, wie er in der Natur komponiert, allen voran das wohl bekannteste Beethoven-Porträt von Joseph Karl Stieler. Tatsächlich liebte er lange Spaziergänge und auch sein Freund Anton Schindler erinnert an die Inspirationssuche Beethovens in der Natur: „ Solche Ausflüge glichen jenen der Bienen, um Honig zu sammeln.“

Auf einem Skizzenblatt notiert der fast taube Beethoven 1815: „Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: heilig, heilig! Im Walde Entzücken! Wer kann alles ausdrücken? (…) Süße Stille des Waldes!“ Wie schön Beethoven diese Stille in Musik zu verwandeln wusste…

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Das vollständige Autograph der 6. Sinfonie op. 68, der „Pastorale“ ist heute übrigens der „unbestreitbar größte Schatz des Beethoven-Archivs“ im Beethoven-Haus Bonn. (>digitale Version)

Quelle: Beethoven-Haus Bonn

Beim Beethovenfest Bonn 2012 wird die 6. Symphonie im Beethoven-Symphonie-Zyklus am 5.10. aufgeführt. Es spielt das Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen.

O wie Ode

Beethoven-Blog-Lexikon

Literaturwissenschaftler vor: Was ist eine Ode? Eine Ode ist ein feierliches Gedicht ähnlich einer Hymne. Europäer vor: Wie geht noch gleich die Europahymne? Es ist das Thema aus dem letzten Satz Beethovens 9. Symphonie, das 1985 von der Europäischen Gemeinschaft als offizielle Hymne angenommen wurde – allerdings ohne den Text. (Hören)

Beethoven vertonte mit eben diesem Thema Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ (die zweite Fassung von 1803). Obwohl Beethoven Schiller nie persönlich begegnet ist, kannte er das Gedicht schon lange (auch die erste Fassung von 1786), bevor er es schließlich für den Finalsatz seiner letzten Symphonie verwandte. Mit dem Text ging er dabei großzügig um: ergänzte, stellte um, fügte Wiederholungen ein – wie es ihm für sein Werk passte (zum genauen Vergleich >hier). Die Uraufführung erfolgte im Mai 1824 in Wien. Interessanterweise war Beethoven selbst von der – bis dahin nie dagewesenen – Idee, in eine Symphonie Gesangssolisten und gemischten Chor zu integrieren, nicht recht überzeugt und spielte noch nach der Uraufführung mit dem Gedanken, den letzten Satz zu einem reinen Instrumentalsatz umzuschreiben.

„Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum!
Deine Zauber binden wieder
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.“

So stimmt der Chor mit ein und obgleich Schiller selbst seine „Ode an die Freude“ als Gedicht eher kritisch beurteilt hat, fasziniert der Text noch heute viele Menschen in seiner erhabenen Darstellung von Idealen wie Freiheit und Gleichheit. Eine halbe Million Franken war das Gedichtmanuskript von Schiller einem anonymen telefonischen Bieter erst 2011 bei einer Versteigerung in Zürich wert.

Nun aber Experten der griechischen Mythologie vor: Was ist eigentlich „Elysium“? Wir wollen hoffen, dass der anonyme Bieter es wusste.

Friedrich_schiller

Friedrich Schiller (Ölgemälde von Ludovike Simanowiz)

Beim Beethovenfest Bonn 2012 wird die 9. Symphonie im Beethoven-Symphonie-Zyklus am 7.10. beim Abschlusskonzert aufgeführt. Es spielt das Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen.