Revolutionärer Zeitgeist in Beethovens erster Symphonie

Die erste Symphonie von Ludwig van Beethoven ist ein – im Vergleich zu den späteren Symphonien – oft unterschätztes Werk. Zwar lässt sich in ihr der Zeitgeist einer von Mozart und Haydn beeinflussten Tradition nicht leugnen; doch schauen wir genauer hin: Es gibt auch französische Einflüsse, allen voran eine Art „élan vital“, der sich durch einen ausgeprägten rhythmischen und harmonischen Stil vermittelt. Pauke, Hörner und Trompeten hat man auf diese Weise vorher nie zusammen gehört. Woher Beethoven diese Ideen hatte? Aus Bonn. Am französisch besetzten Rhein hatte er reichlich Hymnen, Festmusiken und Märsche hören können, allesamt aus den Federn eines Gossec, Méhul oder Catel: Musik, die bei den großen Revolutionsfesten gespielt wurde. Dies alles machte sich Beethoven auf geschickte Weise zu Eigen.
Das Werk erklingt am Donnerstag, den 15.9. in Bonn, interpretiert vom London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner.

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